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Reviews zur aktuellen Scheibe “Zwischen Freund und Feind”
Sascha von www.deutschrock-support.de sagt:
Morgenrot hat im Januar ihre neue Platte „Zwischen Freund und Feind“ auf den Markt gehauen. Zeit also, sich mal näher damit zu befassen. Die Band besteht aus Maria (Bass), Jörg (Gesang), Atze (Drums), Stephan (Gitarre) und Thomas (Gitarre). Auf dem Longplayer befinden sich elf neue Stücke.
Auf in die Ewigkeit Du denkst an sie Warum gehst du nicht Die Zeit steht still (bekannt vom Deutsch Rockt Lektion1 Sampler) Wenn Freunde sterben Henkerslied Es ist nie zu spät Mein letzter Horizont Gib mir mein Leben zurück Nur einmal angenommen Auf die Freundschaft
Was mir sofort nach dem ersten durchhören aufgefallen ist – die Band hat Spaß am experimentieren. Hier wird nicht stur ein Lied nach dem anderen mit den immer wiederkehrenden Takten angeschlagen. Nein, hier traut man sich was. Und das geht verdammt nochmal sehr gut auf. Das Album strotzt vor Vielfältigkeit und macht einfach Spaß. Freunde der schnelleren Gangart werden mit den ersten 5 Tracks schon vollstens bedient. Die Spielfreudigkeit merkt man der Truppe an. Schnelle Gitarrensoli werden eingestreut während sich ab dem sechsten Lied das Blatt wendet. Langsame, mittelalterlich angehauchte Töne werden im Henkerslied angeschlagen. Textlich und musikalisch eine absolute Wucht, wenn auch das Thema leider kein fröhliches ist.
Die nächsten 3 Lieder preschen dafür wieder umso mehr nach vorne. Das Tempo geht steil nach oben bis es beim 10.Track mit „Nur einmal angenommen“ in eine waschechte Ballade reingeht. Jörg wird hier von Maria im Gesang unterstützt Eine geile Nummer und genau richtig um nochmal Kraft für das letzte Lied zu tanken. „Auf die Freundschaft“ startet mit einem genialen, kurzen Textintro und steigert sich innerhalb kürzester Zeit zum absoluten Partylied hoch.
Was bleibt also nach diesen kurzen Zeilen noch zu sagen???
Einfach nur eines – das Teil rockt wie Sau.
Ich wurde echt absolut überrascht mit dieser Platte. Jörg´s Gesang hebt sich im Deutschrockbereich definitiv von vielen Sängern ab. Eine klare Stimme die zu überzeugen weiß. Die gesamte Band traut sich etwas zu und belohnt den Hörer damit, indem sie sich auf neue Pfade trauen. Musikalisch bekommt man hier ein Mehr-Gänge Menü serviert und viel zu schnell sind die 11 Lieder leider um. Man bekommt Lust auf Nachtisch...doch da ist nichts mehr. Aber wenn die Band sich diesem Stil treu bleibt und vor allem auch die Vielfältigkeit der einzelnen Lieder beibehält, kann hier nichts mehr schiefgehen.
Einziges Manko, das mich ein bisschen betrübt hat: Die Becken krachen des öfteren doch ziemlich laut im Vordergrund, und manche Lieder klingen nen Tick leiser. Und Jörg gefällt mir (persönlich) in der normalen Gesangslage einfach besser, das „schreien“ passt nicht so zu ihm. Nicht falsch verstehen, denn die Stimme ist spitze, gerade weil sie klar ist – aber genau dadurch kommt sie in den normalen Lagen viel, viel besser zum Ausdruck. Hier wäre vielleicht manchmal „weniger ist mehr“ angesagt gewesen.
Das schadet der Platte aber nicht wirklich, denn im gesamten ist das Werk einfach super.
Themen wie Freundschaft und Liebe, aber auch die Probleme unserer Gesellschaft bis hin zum Livetauglichen Partykracher werden hier in bester Weise präsentiert.
Voll verdiente 5 von 6 Sternchen für die Scheibe und eine klare Empfehlung für Leute, die sich (musikalisch) gerne mal überraschen lassen wollen. Hier bekommt ihr, was ihr sucht......
Sascha, Deutschrock Support
DAS ROCKT! - Magazin sagt:
Zwischen Freund und Feind nennt sich das neue Album der vier Mannen und einer Frau aus dem schönen Osten Deutschlands. Neben ein paar dem ein oder anderen schon bekannten Songs bringt das Quintett diverse neue Songs auf die elf Stücke umfassende Scheibe. Gleich nach dem Einlegen in das CD-Laufwerk wird klar, was auf einen zukommt: Harte Gitarrenriffs, ein stark eingesetztes Drum-Set, dazu noch der markante Gesang mit einer gesunden und dadurch nicht übertriebenen oder gar politisierten Gesellschaftskritik, in welcher augenscheinlich diverse eigene Erfahrungen eingeflossen sind. Das Album ist gegliedert in neun harte Songs die sich irgendwo zwischen Rock und Punk einpendeln und zwei, gut im Wechsel zu den anderen in der Reihenfolge positionierten, etwas ruhigeren Stücken, welche sich vor dem Wort Ballade nicht verstecken müssen. Wirklich nur minimalen Abzug gibt es für die leider etwas geringe Zahl an Songs, auch wenn oftmals gilt Weniger ist Mehr. Auch zu Erwähnen ist die nicht immer ganz perfekte Abstimmung der Sounds, was man der Band jedoch nicht wirklich ankreiden kann. Im Groben und Ganzen hat Morgenrot hier das Beste gegeben und begehen mit diesem Release sicher einen Top-Start ins Jahr 2012, ein Kauf lohnt sich auf alle Fälle!
4 von 6 Sternen
Platz 6 von 12 der Neuerscheinungen im 1. Quartal 2012
Das AGF-Radio sagt:
Im Januar 2012 brachten Morgenrot ihr drittes Album Zwischen Freund und Feind auf den Markt, das elf neue Lieder beinhaltet. Das gute Stück ist über das Label BURNOUT RECORDS erschienen, wo sie seit 2011 unter Vertrag stehen. Auf dem Cover sieht man einen Menschen der zwischen dem Teufel und der Kirche steht. Ich finde dies symbolisiert sehr gut den Namen des Albums Zwischen Freund und Feind.
“Auf in die Ewigkeit” ist das erste Stück dieser CD und fängt gleich ordentlich rockig an. Was sich auch durch fast alles Lieder des Albums zieht.
In “Du denkst an sie” geht es um eine verlorene Liebschaft. Ich denke jeder von uns kennt dieses Gefühlt und weiß wovon sie da singen „…und dann kommt die Erinnerung und schlägt dich einfach nieder…“ Dazu bekommt man harte Drums und Gitarrenriffs, sowie eine fast greifbare Verzweiflung im Gesang um die Ohren gefeuert.
Auch im dritten Stück geht es um den Liebeskummer. Hier stellen sie vocal aggressiv die Frage „Warum gehst du nicht aus meinem Kopf…“ und unterstreichen dies mit einem kräftigen Gitarrenspielen.
Das vierte Lied “Die Zeit steht still”, beinhaltet ein starkes Gitarrensolo. Hier behandeln sie das Thema der Amokläufe an Schulen. Nach solchen Taten sind alle immer sehr geschockt und es wird immer schnell nach irgendwelchen Ursachen gesucht. „…Musik und Actionfilme, natürlich Videospiele, sind in diesem Fall, schnell gefundene Ziele…“. Doch sie machen sich es zu leicht damit, denn die anderen Sachen wollen sie nicht sehen, die auch Auslöser gewesen sein könnten, für solche Schreckenstaten.
“Wenn Freunde sterben” ist ein Stück mit einem zügigen Beat, in dem es darum geht das man irgendwann merkt wer seine wirklichen Freunde sind und welche nicht. Diese sogenannten Freunde sich auch nicht mehr blicken lassen brauchen.
Beim sechsten Stück des Albums haben die Fünf mal einen für sie bisher ungewöhnlichen Ton angeschlagen, was ihnen aber sehr gut gelungen ist. Dies macht den Silberling nur noch Abwechslungsreicher. Es ist im Mittelalterstyle und sie geben mit “Henkerslied” ein eindeutiges Statement ab, was sie von Sexualstraftätern halten und was sie mit ihnen machen würden. „…Es helfe kein Richter, kein Recht, kein Staat. Hängen sollst du in dieser Nacht!…
Einen absoluten Live Song haben sie mit “Es ist nie zu spät” geschaffen. In dem es darum geht das man immer die Wahl hat seinen Weg im Leben zu gehen und nicht das machen muss was die Gesellschaft von einem erwartet.
Das Gefühl, welches sie in “Mein letzter Horizont” beschreiben, kann jeder verstehen der schon einmal einen Menschen wirklich geliebt hat. In diesem Stück beschreiben sie sehr deutlich wie es einem geht, wenn der andere nicht bei einem ist und das man diese Gefühle nicht in Worte fassen kann, die man für den Anderen empfindet. Nu aber keine Angst, es ist kein Kuschelrocksong. Er ist genauso rockig und mit einem super Gitarrensolo wie man es von Morgenrot gewohnt ist.
Und wenn so eine Beziehung von einer Seite kaputt gemacht wird, wird sich der verletzte Partner, wenn er über den ersten Schmerz hinweg ist, denken “Gib mir mein Leben wieder”.
Auch auf diesem Album ist mit “Nur einmal angenommen” wieder eine Ballade vorhanden. Bei diesem Stück merkt man was für eine Bandbreite Jörgs Stimme hat und mit Maria als zweite Stimme ist es ein wunderbarer, abgerundeter Gesang geworden.
Das letzte Stück, “Auf die Freundschaft”, auf dieser CD ist eins von ihren Trinkliedern, die auf jedem Gig schon zur Pflicht geworden sind, das sie angestimmt werden. Das durch den leichten Text zum Mitsingen einlädt und dies natürlich am liebsten mit seinen Freunden und einem kühlen Blonden in der Hand.
Fazit: Sie scheinen in diesem Album viele ihrer Erfahrungen und Gefühle verarbeitet zu haben. Es wird sich aber auch mit Aktuellen Problemen unserer Gesellschaft, so wie der Freundschaft beschäftigt. Mein persönlichstes Highlight auf dem Album ist das Henkerlied, da ich dieses Instrumentelle und Gesangliche Experiment als sehr gelungen betrachte und es mal was ist, was bisher noch auf keiner ihrer Scheiben war. Ansonsten ist es Deutschrock vom Feinsten, so wie man es von Morgenrot gewohnt ist, nur das die Qualität dieses Stücks wesentlich besser ist als bei ihren vorigen Alben. Alle die ihre bisherige Musik mögen, werden begeistert von „Zwischen Freund und Feind“ sein und die sie noch nicht kennen und guten deutschen Rock mögen kann ich dieses Album nur empfehlen.
Auf gute Freunde
Wohld,
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